Mein Schreibtisch – Mein Revier

Wie heißt es so schön in Dirty Dancing – das ist dein Tanzbereich und das ist mein Tanzbereich 

Auch wenn du dich im Job manchmal ausgeliefert vorkommst, so hast du doch einen kleinen Bereich, der dir alleine gehört. Du bist die Herrscherin dieses Reiches – nämlich dein Schreibtisch.

 
Doch leider kommen immer wieder Angriffe auf dein Territorium vor. Von Kollegen, Vorgesetzten und allen anderen Personen, die dich an deinem Arbeitsplatz aufsuchen. Meist erfolgt es unbewusst vom Angreifer, denn viele merken gar nicht, dass sie in einen privaten Bereich eindringen. In dem Moment, wo die Person deine imaginäre Grenze überschreitet, fühlst du dich unwohl. Diese Grenze ist sehr individuell – so hast du kein Problem, wenn eine dir vertraute Person etwas weiter in dein Reich eindringt, als ein dir Unbekannter.  Doch woher kommst dieses Unwohlsein?
 
 
Abhängig von deiner Beziehung zur anderen Person darf diese dir unterschiedlich nahe kommen. Je besser du sie kennst, umso näher darf sie dir kommen, ohne dass du dich unwohl fühlst.
 
 
Jeder von uns hat mehrere Distanzzonen um sich.
  • Öffentliche Distanzzone: Ab einem Abstand von 3,6 m zu einer anderen Person. Befindet sich dein Gegenüber in diesem Abstand, so hast du normalerweise keine Bedenken. So kannst du dich frei bewegen, ohne auf die andere Person zu achten.
  • Gesellschaftliche oder soziale Zone: Der Bereich zwischen 1,2 – 3,6 m. In diesem Bereich werden unpersönliche Angelegenheiten erledigt.
  • Persönliche Distanz: Der Bereich von 0,6 – 1,2 m ist jener Bereich, wo ganz normale Gespräche stattfinden. Freunde, Verwandte und gute Kollegen dürfen sich in dieser ohne Bedenken bewegen.
  • Intime Distanz: Der Abstand unter 0,6 m ist nur ganz besonderen Personen vorbehalten. Wird diese Zone verletzt, so erzeugt das ein Unwohlsein.
 

Was hat das nun alles mit deinem Schreibtisch zu tun?

 
Stell dir nun mal folgende Situation am Arbeitsplatz vor: Es kommt jemand zu dir und zur Begrüßung möchtet ihr euch die Hand geben –  welche Situationen sind möglich:
  • Ihr gebt euch über den Schreibtisch rüber die Hand?
  • Du gehst um deinen Schreibtisch herum und kannst dann die Hand reichen?
  • Dein Gegenüber hat die Möglichkeit gleich direkt auf dich zu zukommen?
  • Dein Gast betritt das Büro und steht schon hinter dir und schaut über deine Schulter?
 
Du hast es vielleicht bemerkt beim Lesen – mir ist alleine schon beim Schreiben ein beklemmendes Gefühl hochgekommen. Je schneller und näher mein Besucher sich mir nähern kann, umso mehr habe ich ein unsicheres Gefühl.
 

Warum ist das so?

 
Je nach Situation dringt dein Besucher in eine deiner Distanzzonen ein. Und hier kann dir dein Schreibtisch zu Hilfe kommen. Er wirkt wie ein Wall zwischen dir und deinem Besucher. Denn der Abstand zwischen euch wird so ca. bei 1,5-2 m liegen und so befindet sich dein Besucher in der gesellschaftlichen Zone. Für dich heißt das, dass alles gut ist – der Abstand ist groß genug.
 
Eine kleine Anekdote aus meiner Vergangenheit:
Als Projektleiterin war es meine Aufgabe, die vielen Teilaufgaben zu koordinieren und zeitlich abzustimmen. Um die Anzahl der Meetings gering zu halten, bin ich immer von Teammitglied zu Teammitglied gewandert, um  direkt mit ihnen zu besprechen, was die nächsten Schritte sein werden. Meine Art war es immer, dass ich mich dann hinter dem Schreibtischsessel des jeweiligen Mitarbeiters stellte. Für mich war es bequem, denn so hatte ich gleich einen guten Blick auf den Bildschirm. Was ich allerdings ignoriert habe war, dass ich mir die Erlaubnis einholen muss. Das hatte ich komplett übersehen, denn ich dachte, wir haben im Team einen sehr kameradschaftlichen Umgang – das wäre dann schon so ok. Doch es gab im Team Leute, denen das nicht so angenehm war. Einer hat mich dann darauf höflich hingewiesen, dass er etwas mehr Abstand schätzen würde – und dann ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen.
Ich selbst konnte es so gar nicht ausstehen, wenn sich jemand so ohne Aufforderung meinerseits hinter mich stellte. Warum sollten es dann alle anderen wollen???
 
 

Meine Taktiken bei „Angriffen von hinten“ waren folgende:

  • Bei meinen Baustellenaufenthalten hatte ich meist die Möglichkeit meinen Schreibtisch so zu positionieren, dass er als Schutzwall diente. So hatte ich mir damit schon mein Revier abgegrenzt. Dazu habe ich auch noch auf der dem Besucher zugewandten Seite eine Sessel positioniert. Als Zeichen, dass das der Platz für den Besucher war.

  • Als ich diese Möglichkeit nicht mehr hatte, so hatte ich die Taktik, dass ich meinem Gast mit dem Schreibtischsessel entgegen rollte. Also meinen Bereich um den Schreibtisch vergrößerte und den vermeintlichen Angreifer schon im Vorfeld abpasste. War dieser Gast einer meiner Vorgesetzten, bin ich natürlich aufgestanden und ihnen entgegen gegangen.

 
 
Was ich jetzt aus deiner Sicht beschrieben habe gilt natürlich auch aus Sicht deiner Kollegenschaft. Auch diese haben ihre eigenen Taktiken, wie sie Schreibtisch-Territorien erobern bzw. ihren eigenen Bereich verteidigen.
Beobachte mal dein Umfeld dahingegen.
 

 

Oder glaubst du die Vorstandsassistentin sitzt nur per Zufall vor dem Büro des CEO?

 
 
Schreib mir doch von deinen Erfahrungen – ich bin ziemlich neugierig darauf: martina@shementic.com

Die Verteidigung deines Schreibtisches ist harte Arbeit!

Doch ich kann dir versprechen, dass du von jedem abgewehrten Angriff profitieren wirst. 

Wie das funktioniert? Jedes Mal, wenn es dir gelingt, dann notiere dir diese Erfolgserlebnis. Am besten in einem Erfolgstagebuch.

Was du dabei beachten sollst und wie genau das funktioniert habe ich dir in meinem Ebook zusammengefasst.

Erfolgstagebuch

Dein Erfolgstagebuch

Martina B. sagt: „Wow! Ich mag dein Erfolgstagebuch!! Wie du uns Frauen beschreibst: ich finde mich da auf jeden Fall wieder. Großartig. … 2-3 Minuten pro Tag sind machbar denke ich. Ich werde vermutlich nicht jedes Mal einen ausführlichen Bericht darüber schreiben wie es sich angefühlt hat und was es ausgelöst hat. Aber, 3 Erfolge notieren zu „müssen“ am Ende des Tages, verführt mich, mehr an meinem Erfolg zu arbeiten 🙂 Danke dafür. Was ich ganz besonders gut finde ist: deine hellgrünen Felder zwischendurch mit guten Tipps und/oder motivierenden Zitaten!! Topp!!! Fetter Daumen nach Oben!“

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