Dein perfekter Auftritt – betrittst du noch oder erscheinst du schon?

Die Kraft der positiven Ausstrahlung – Wahrnehmung und Wirkung stärken

Liebe auf den ersten Blick – der beliebte Inhalt von Love-Stories und Romantikfilmen. Doch dieser Ausdruck kommt nicht von irgendwo her und beinhaltet sehr wohl ein Stückchen Wahrheit.

Triffst du auf eine Person, die du noch nie gesehen hast, nimmst du diese in weniger als einem Augenzwinkern wahr und hast dir ein Bild gemacht. Und es dauert unglaublich lange, bis du deinen ersten Eindruck dieser Person geändert hast, sofern du ihn ändern möchtest. Auch wenn du mittlerweile bemerkt hast, dass sie kompetenter und netter ist – es fällt dir immer wieder der erste Eindruck ein.

Daher ist der erste Eindruck auch ein besonders mächtiges Instrument.  Gerade, wenn du neu in eine Gruppe aus Arbeitskollegen, Firmenkunden oder sonstigen Personen dazustößt. Auch wenn du in der Lage bist, dich nicht von deinem
ersten Eindruck leiten zu lassen, so kommt es doch darauf an, wie du im ersten Moment auf andere wirkst.

Ich möchte dich jetzt aber nicht verschrecken oder noch mehr unter Druck setzen. Denn es ist ganz einfach, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

Riskiere du selbst zu sein

Stell dir mal vor ,du bekommst den Job unter Vorspiegelung falscher Tatsachen – dann musst du immer so bleiben, wie du dich gezeigt hast. Das kann lange dauern und das kann schrecklich sein.

Sabine Asgodom

Was passiert beim ersten Eindruck?

In weniger als einer zehntel Sekunde bildet das Gehirn sich aufgrund seiner Erfahrungen ein Bild von einem neuen Menschen. Es nimmt angefangen von der Mimik, der Gestik, der Kleidung, der Stimme, usw. alles wahr und formt sich ein Bild daraus. Ein erstmalig gebildeter Eindruck tendiert dazu stabil zu bleiben und kann spätere Wahrnehmungen überlagern und sich als Beurteilungsfehler herausstellen.

3 psychologische Effekte, die dabei eine Rolle spielen:

Primacy-Effekt:

Der Primacy-Effekt erklärt bzw. beschreibt das Phänomen, dass die zuerst erhaltene Information die Beurteilung verhältnismäßig stark beeinflusst und der erste Eindruck im Sinne eines Vorrangeffekts (primacy) für Bewertungen oft entscheidend ist. Die erste Information in Folge mehrerer Informationen prägt stärker, als die nachfolgenden Informationen.

Halo-Effekt:

Der Halo-Effekt leitet sich aus dem Englischem ab und bedeutet soviel wie Heilgenschein. Darunter versteht man einen Wahrnehmungsfehler, bei dem hervorstechende Eigenschaften alle anderen überdecken und man sich so ein einseitiges Bild vom Gegenüber macht.

Wird eine Person als besonders freundlich und zuvorkommend wahrgenommen, so könnte diese Eigenschaft zu einem überstrahlenden Gesamteindruck verleiten. Dieser würde auch eventuell nicht ganz so positive Eigenschaften überstrahlen.

Das Ganze gibt es auch in umgekehrter Form und nennt sich Horn-Effekt. Hierbei wird die Wahrnehmung von ganz besonders negativen Eigenschaften geblendet. Da hat es die Person besonders schwer, wieder auf ein „normales“ Maß an Wahrnehmung beim Gegenüber zu gelangen.

Also: Guter Eindruck bleibt guter Eindruck – schlechter Eindruck bleibt schlechter Eindruck.

Ist nicht bis in alle Ewigkeit gültig, aber es ist wesentlich schwerer einen schlechten Eindruck geradezubiegen, als vom Thron des guten Eindrucks gestoßen zu werden.

Recency-Effekt:

Er ist das Gegenteil des Primacy-Effekt. Ganz einfach formuliert bedeutet er, dass der letzte Eindruck zählt. In Realität ist es eine Überschneidung von Primacy- und Recency-Effekt. Der erste und letzte Eindruck bleibt hängen – was dazwischen war, wird bewusst nicht wahrgenommen. Die Argumentationstechnik bedient sich auch diesem Effekt.

Zusammenfassend kann man sagen: Ein guter erster Eindruck zählt und der letzte bleibt.

Gerade in Situationen, wo es für dich wichtig ist, mit einem guten Eindruck zu starten, ist die richtige Vorbereitung ein Erfolgsgarant.

Folgende Situationen sind im beruflichen Kontext wichtig.

  • Vorstellungsgespräch
  • Erster Arbeitstag
  • Neues Projektteam
  • Neue Kunden und Lieferanten
  • Neue Kollegin im Team

Oft herrscht die Meinung vor, dass es ja reicht, wenn die Sachinhalte stimmen. Gerade wir Frauen neigen dazu, dass wir auf unsere Fachkompetenzen pochen. Doch es spielt sich viel, viel mehr auf ganz anderen Ebenen ab.

Wort-Wirkung nach Albert Mehrabian

Albert Mehrabian hat in den 60er Jahren herausgefunden, dass wesentlich mehr Faktoren des Ausdrucks beim Vermitteln einer Botschaft, als die Sachinhalte, eine Rolle spielen. Die Aufteilung der Wirkanteile sollte uns ein bisschen zu denken geben.

Inhalt
7%
Stimme
38%
Körpersprache
55%

Die Aufteilung, wie das Gesagte auf den anderen wirkt sieht folgendermaßen aus:

55 % der Inhalte passieren über die Körpersprache. 38 % hängen von der Stimme ab und nur fast verschwindend kleine 7 % wirken mit ihrem Inhalt.

Wie läuft der erste Eindruck ab und wie bereitest du dich darauf vor?

Ich zeige dir nun in ganz kleinen Schritten, wie der erste Eindruck abläuft.

Dein Körper

Das erste, das dein Gegenüber wahrnimmt, ist deine Körpersprache – noch bevor die Augen, die Stimme oder das Lächeln wahrgenommen werden. Es kann ja durchaus sein, dass du mit dem Rücken zu dieser Person stehst.

Daher: Achte immer auf deine Körpersprache und verinnerliche diese für dich.

  • Gerade Körperhaltung – das gute alte „Brust raus, Bauch rein“. Natürlich nicht in übertriebener Form – ein bewusstes Aufrichten reicht.
  • Die Arme locker auf der Seite hängen lassen – verschränkte Arme können abweisend wirken auf dein Gegenüber. Versuche vor dem Spiegel eine Haltung deiner Arme zu üben, in der du dich wohlfühlst, du dein Gegenüber aber nicht abblockst.
  • Mit beiden Beinen etwa hüftbreit fest am Boden stehend. Überkreuzte Beine können als Unsicherheit interpretiert werden.
  • Hektische Gesten wirken unruhig und nervös. Achte auf langsame und bewusste Bewegungen. Das Spielen mit den Haaren, das oft ganz unbewusst passiert, könnte bei Männern als Flirtversuch ausgelegt werden.

Der Augenkontakt

„Man sagt auch, dass die Augen der Spiegel der Seele sind.“

Daher ist Augenkontakt auch eine Art des Vertrauensbeweises in der Kommunikation. Augenkontakt stärkt dein Auftreten, denn du signalisierst deinem Gegenüber persönliches Interesse und Neugier und du zeigst, dass du nichts zu verbergen hast.

Auch hier gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten:

Anstarren kommt nicht so gut an. Es wurde festgestellt, dass die optimale Dauer des Augenkontakts bei 3,3 Sekunden liegt.

Bist du nervös oder unsicher, so neigst du wahrscheinlich dazu, dass dein Blick auf den Boden fällt. Auch ein nervöses Augenklimpern kann dabei auftreten. Achtest du darauf, kannst du es auch vermeiden.

Das Geheimnis: Zögern

Das ist jetzt wahrscheinlich ein etwas ungewöhnlicher Tipp, aber durchaus ernst zu nehmen und zum Ausprobieren gedacht.

Nach dem du Augenkontakt hergestellt hast, so zögere für die Dauer von max. einer Sekunde, bevor du dann ein Lächeln zeigst.

Warum? (Achtung, das spielt sich alles auf der unbewussten Ebene ab)

Lächelst du dein Gegenüber schon die ganze Zeit an, könnte das im wirklich allerschlimmsten Fall als aufgesetzt herüberkommen. Denn du bist allzeit bereit für eine Kontaktaufnahme und hast dann eigentlich keine Munition mehr, um noch nachzulegen.

Nimm dein Gegenüber mit neutraler Mimik wahr und nach der einen Sekunde lass ein Lächeln auf deinem Gesicht erstrahlen. Dein Gegenüber wird das so interpretieren, dass er der Grund für dein Lächeln ist.

Lächeln, lächeln, lächeln

Die wirksamste Methode, auf andere Menschen sympathisch zu wirken, ist Lächeln. Lächeln verbindet.

Menschen, die lächeln, bleiben besser in der Erinnerung anderer, dein Ansehen und deine Beliebtheit steigen. Es ist sogar nachgewiesen, dass diese Menschen von ihren Vorgesetzten besser bewertet, öfter befördert werden und am Ende auch ein höheres Einkommen erzielen.

Das heißt nun nicht, dass du den ganzen Tag wie eine Grinsekatze durchs Büro laufen sollst, denn das kommt nun auch nicht gut an. Doch ein von deinem Inneren ausgestrahlten freundlichen, mit einem leichten Lächeln geschmückten Gesicht, werden sich viele von dir und deiner Stimmung anstecken lassen.

Da spielt sich ganz viel mit deinen Spiegel-Neuronen ab.

Erstens erzeugt Lächeln in dir selbst eine positive Stimmung, die du auf allen non-verbalen Kanälen ausstrahlst. Zweitens wird dank der Spiegelneuronen dein Lächeln beim Gegenüber auch als positiv wahrgenommen und reflektiert.

Sei aktiv

Nun ist es an der Zeit, dass du dich auf dein Gegenüber zubewegst. Wenn du stehst, so gehe ein paar Schritte entgegen. Wartest du sitzend, ist nun der Zeitpunkt, dass du dich erhebst. Sobald ihr beide nahe genug beieinander seid, gebt euch freundlich die Hand und du begrüßt mit fester, aber freundlicher Stimme.

Das Resonanzphänomen

Es sind nun die ersten Sekunden – ich weiß, das klang jetzt wesentlich länger – des ersten Eindrucks vorbei. Abhängig von der Situation, in der du dich befindest, startet wahrscheinlich nun der Smalltalk.

Hier möchte ich dich noch auf das Resonanzphänomen aufmerksam machen.

Es rundet den ersten Eindruck ab und lässt dich sympathisch und freundlich wirken.

Das Resonanzphänomen

Bei diesem Phänomen handelt es sich um den Effekt, dass Menschen sich unbewusst gegenseitig imitieren und aus dieser Imitation eine Sympathie entsteht. Du wirst es auch unter dem Begriff der „selben Wellenlänge“ kennen.

Das kannst du auch gut bewusst für dich nutzen. Imitiere die Stimme, die Gestik und Körperhaltung in leichten Zügen – bitte wirklich so, dass der andere das nicht bewusst wahrnimmt – und dein Gegenüber wird sich in angenehmer Gesellschaft fühlen.

Das nimm dir für dich mit:

  • Achte stets auf deine Körpersprache, du weißt nie, wann du neue Menschen kennenlernen wirst.
  • Stelle Augenkontakt her – warte eine Wimpernschlag lang – und dann lächle.
  • Wende dich deinem Gegenüber zu und bewege dich auf ihn zu.
  • Begrüßt euch freundlich und startet das Gespräch und dabei imitierst du ihn ganz vorsichtig.

Schon ist der erste Eindruck erledigt.

Nun geht’s weiter zum Smalltalk – im Normalfall der Einstieg ins Gespräch.

Auch wenn wir hier über den ersten Eindruck gesprochen haben – diesen Begrüßungsablauf kannst du IMMER verwenden. Es ist einfach eine sympathische, freundliche und in Erinnerung bleibende Begegnung.

Mach aus diesen Treffen etwas Besonderes für dein Gegenüber!

Sei eine gute Gastgeberin!

Der erste Schritt zu einem perfekten Auftritt ist, sich darüber bewusst zu sein, was alles in dir steckt.

Mit dem Erfolgstagebuch hast du die beste Gelegenheit, das alles quasi schwarz auf weiß für dich zu dokumentieren.

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